www.kunstverein-wassermuehle.de
Kunstverein Die Wassermühle Lohne e.V.

 

 

 

 

 

 

 

 

Uta Jeran, Landschaft bei Pisa, Eitempera, Kohle auf Leinwand, 2015

 

 

 

 

Uta Jeran, Berliner Friedhof 1, 2014, Gouache, Acryl

 

 

 

 

 

 

 

Ausstellungen 2018

 

Uta Jeran 

Blickfang

16. März 2018  bis 15. April 2018

Einführung: Dieter Begemann, Kunstwissenschaftler und Künstler

Uta Jeran wurde in Greifswald geboren. Sie studierte dort Kunsterziehung / Deutsche Sprache und Literatur und anschließend, ab 1991 Malerei und Grafik an der Kunsthochschule Berlin Weißensee. Es folgten 1997 das Diplom und 1998 das Meisterschülerjahr bei Prof. Dieter Goltzsche. Seit 1998 lebt und arbeitet sie als Malerin und Grafikerin freischaffend in Berlin und stellt regelmäßig in Berlin und deutschlandweit aus. 

In der Lohner Ausstellung "Blickfang" zeigt Uta Jeran Landschaften und Interieurs, die von Reisen an die Ostsee bis zu den Alpen inspiriert wurden. Neben Arbeiten der Ostseelandschaft, der Uckermark und der Berliner Stadtlandschaft stehen auch Eindrücke von Landschaften der Alpen und aus Südfrankreich, Italien und der Schweiz. 

Die Künstlerin arbeitet mit ihrer bekannten Bandbreite von sehr zarten Farben und verspielten Formen bis hin zu kräftig farbigen, expressiven Farbflächen. Hierbei nutzt sie einen impulsiven Pinselstrich, ein expressives Kolorit und erweitert dies durch die Möglichkeit der Collagetechnik. Es entstehen neben farbigen "Blickfängen" auch Übermalungen und Aquarelle in zarten und reichen Farbnuancen, außerdem seit Jahren auch viele Siebdrucke in klaren und illustrierenden Formen und Farben. Neben den teilweise abstrakten Landschaften und Stillleben finden sich auch figürliche Darstellungen in Uta Jerans vielseitigem Werk.

 

 

 

 

 

Ansgar Skiba

Farbfluss

Malerei

1. Juni bis 1. Juli 2018

Einführung: Dr. Stefan Lüddemann, Neue Osnabrücker Zeitung

Der 1959 in Dresden geborene und in Düsseldorf lebende und freischaffend arbeitende Maler und Zeichner Ansgar Skiba befasst sich seit Jahrzehnten mit dem Thema Natur. Die bildfüllend dargestellten Motive von Gletschern, Wellen, Seen und Gebirgslandschaften verwandeln Naturenergie in Farbenergie. Pastose, reliefartige Kaskaden- und Kurvenformen lassen den Eindruck von kraftvoller Bewegung und intensivem Erleben entstehen. Parallel beschäftigt sich Ansgar Skiba auch leidenschaftlich mit Gärten und Pflanzen. Skibas Motive vereinigen in exemplarischer Weise alle ihm wichtigen und für seine Malerei typischen Eigenschaften: Gegenständlich archetypische Motivik - reinfarbliche koloristikflächige Tiefenräumlichkeit - reliefhafter Farbauftrag und haptische Präsenz - Kraft, Dynamik und Sinnlichkeit - Vermeidung alles vordergründig Inhaltlichen und die Verschmelzung des Dargestellten mit der Bildfläche zu einer Identität. 

In der Ausstellung Farbfluss in Lohne stehen Skibas Garten-, Pflanzen- und Blumenbilder im Mittelpunkt, die jahrelange Eindrücke und eigenes Erleben im Ateliergarten, in privaten Gärten, öffentlichen Anlagen und Parks bildnerisch verdichten. Ergänzend sind einige Bilder aus den Serien der Tortenstücke und Cocktails zu sehen.

Skiba studierte von 1981 bis 1982 an der HfBK Dresden. Danach verließ er mit seiner Familie die DDR. 1983 bis 1988 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf u.a. bei Gotthard Graubner. Skibas Arbeiten finden in zahlreichen Ausstellungen in überregionalen Museen und Kunstvereinen große Anerkennung.  Sie befinden sich in namhaften öffentlichen Sammlungen, u.a. in der  Kunstsammlung des Landes NRW, den Staatlichen Museen zu Berlin Kupferstichkabinett, der Staatlichen Kunstsammlung Dresden Kupferstichkabinett, dem Auswärtigen Amt Berlin, Landesmuseum Mainz, Kunsthalle Recklinghausen, Kunstmuseum Gelsenkirchen...

 

 

   

 Ansgar Skiba, Welle, Öl auf Leinwand, 2011

 

 

 

 

Robert Stieve   

Anachron

Skulpturen und Papierarbeiten

7. September bis 7. Oktober 2018

Einführung: Regina Böker, Kunstvermittlerin, Osnabrück

Robert Stieve, geb. 1961, ist gelernter Holzbildhauer. Er studierte nach seiner Holzbildhauerausbildung Kunst und Philosophie an der Universität Osnabrück. Heute lebt und arbeitet er freischaffend in Melle-Wellingholzhausen. Seine Skulpturen wurden seit 1987 in zahlreichen regionalen und überregionalen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt.

 Im Mittelpunkt der Arbeiten des Bildhauers Robert Stieve steht die figürliche Tradition in der Bildhauerei, mit der und gegen die er arbeitet. "Die physische Präsenz, die von der bildhauerischen Darstellung des menschlichen Körpers ausgeht, hat mich nie losgelassen", sagt Robert Stieve. Verbunden mit der These von Umberto Ecco, dass man die gesamte Ethik aus dem Respekt vor dem Körper gründen könne, ist sie Motor seiner Auseinandersetzung mit der menschlichen Figur.  Über den Rückgriff auf tradierte Ausprägungen figürlicher Kunst fragt er nach der Gültigkeit und dem Wandel der Menschenbilder und Darstellungsformen und wirft Fragen auf zum Verhältnis von Identität, Individuum, Körper und Subjekt. Ohne auf ein Modell oder Entwürfe zurückzugreifen, schlägt er die Körper in einem dialogischen Prozess aus dem Block heraus. Die sichtbar bleibenden Werkzeugspuren verweisen auf diesen Arbeitsprozess als einem Wechselspiel von Zerstören und Gestalten. Die fragmentarische Form und das Prinzip des "non-finito" bewahren den Figuren eine Offenheit der Interpretation und spiegeln die Ambivalenz menschlichen Daseins.

Auch bei seinen Papierarbeiten spürt man den Bildhauer. Indem er Material wegnimmt, durch Schneiden, Ritzen und Schaben, erzeugt er Papierschnitte und Grattagen. Die gezeigten druckgrafischen Arbeiten basieren auf aus erstarrendem Wachs modellierten Druckstöcken. Die erzeugten Schraffuren geben den Figuren Körperlichkeit und stören sie wieder, erinnern aber auch an Bilder sich überlagender Wellen und Schwingungen. 

 

 

Robert Stieve, Zwei, 2014, Diabas 4-teilig, Ausschnitt

 

 

 Robert Stieve, Zwei (Ausschnitt)

 

 

 

Jaakov Blumas 

Ungeschönt

Bilder

30. November 2018 bis 6. Januar 2019

Einführung: Dieter Begemann, Kunstkritiker und Künstler

Jaakov Blumas wuchs im litauischen Vilnius in der ehemaligen Sowjetunion auf. 1971 emigrierte er mit seiner Familie nach Israel, wo er von 1972 bis 1974 am Technion in Haifa Bauingenieurwesen studierte. Bis 1982 arbeitete er als praktischer Bauingenieur in Tel Aviv. Von 1982 bis 1989 studierte er freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg bei Gotthard Graubner. Er lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Hamburg und unterrichtet Gestaltung an der Hafencity Universität Hamburg und (bis 2016) an der Hochschule für angewandte Wissenschaften, zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland, Italien, USA, Israel, Russland, Japan...

 ...Plastisch, mindestens wie Reliefs, wirken die Arbeiten. Doch so drei-dimensional die Werke auch wirken, es sind allesamt Bilder auf Leinwand oder Hartfaserplatten. Allerdings beschränken sie sich nicht auf ein rechteckiges Bildformat, sondern greifen als "shaped canvases" auf die Wand aus. So wir deren leere Fläche mitgeformt und zum Teil der Atmosphäre um die zentralen Bildkonstruktionen. Auf diese Weise entfalten die Bilder die Kraft, die Wahrnehmung des Ausstellungsraumes zu verändern. Zuerst lassen sich die vergleichsweise elementaren Formen der Bilder auf Bekanntes zurückführen. Deutlich bestimmte Volumen geben scheinbar klare Signale. Schnell meint man "Blechtonne", "Schallplatte", "Walze" oder "Pfauenfederglanz" zu erkennen. Doch die Dimensionen und die impliziten konstruktiven Unwahrscheinlichkeiten machen es dann unmöglich, die Arbeiten eindeutig als Abbildungen von was auch immer zu identifizieren. In diesem Prozess des Wiedererkennnens von etwas noch nie Gesehenem entsteht in der Vorstellung der Betrachter ein Pulsieren zwischen beruhigendem "Ja, kenn ich schon" und irritierender Öffnung ungeahnter Raumverformungen... Hajo Schiff "Das uneingelöste Versprechen" Jaakov Blumas

Jaakov Blumas, O.T., 2017, Mischtechnik, 94cm 

 

 

      

       Jaakov Blumas, Atelier

 

 

 

 

 

Kunstausflug im Dezember zum Ausklang des Vereinsjahres

Am Samstag, 1.12.2018 findet ein Kunstausflug zum Otto-Modersohn-Museum in  Fischerhude und zur Ausstellung "Paula Becker und Otto Modersohn, Kunst und Leben" in der Böttchergasse Bremen statt.

Kosten 45 Euro pro Person, Abfahrt um 9.00 Uhr mit der Firma Kohorst,  ab ZOB Lohne, 9.15 Uhr Abfahrt, ZOB Vechta. Rückfahrt um 18 Uhr.

Anmeldung bei der Organisatorin Kerstin Sommer, Lohne, Tel.: 04442-739554

 

 

 

Kunstreise 2018

Die diesjährige Kunstfahrt des Vereins findet statt vom 25. bis 26. August.

Motto: Auf den Spuren des westfälischen Expressionismus


Wilhelm Morgner, Ornamentale Komposition XIV, 1912 

 

Der Kunstverein Die Wassermühle will mit seiner diesjährigen Kunstreise vermitteln, was bislang nicht viele wissen: Impulse für die Moderne gingen auch vom östlichen Westfalen aus, einem Landstrich abseits der deutschen Kunstmetropolen.
Hagen, Soest und natürlich Bielefeld - diese Städte bilden das magische Dreieck eines künstlerischen Aufschwungs zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die 1930er Jahre hinein.
 
Die Fahrt geht am Samstagmorgen zunächst nach Bielefeld, um einen ersten Einblick in das Werk von Hermann Stenner ( geb. 1891 in Bielefeld, gestorben 1914 in Polen) und Peter August Böckstiegel ((1889-1951) zu gewinnen, beide namhafte Vertreter des westfälischen Expressionismus. Der Tag klingt aus in der ehemaligen Hansestadt Soest. Übernachtet wird im Hotel "Susato". 

 
Der Sonntag beginnt mit einer Stadtführung durch die Altstadt von Soest mit ihren zahlreichen sehenswerten Profanbauten und Kirchen. Danach geht es ins Wilhelm-Morgner-Haus, ebenfalls in Soest. Wilhelm Morgner gilt als der wichtigste Maler der Expressionisten Westfalens. Wie Hermann Stenner starb er im Ersten Weltkrieg, der diesen vielversprechenden Talenten ein frühes Ende setzte. 
 

Die Reise klingt am Sonntagnachmittag aus mit einer Schifffahrt auf der Möhnetalsperre. Voraussichtliche Ankunft in Lohne/Vechta um 20.00 Uhr

Weitere Informationen und Anmeldung bei Kerstin Sommer, Tel.: 04442/739554